Am SIAMO TUTTI ANTIFASCISTI vol. 5 haben wir was ganz Besonderes für euch: MISSSTAND haben das neue Album im Gepäck, Stage Bottles sind für ein paar Termine mit dabei, Endlich schlechte Musik sind wahrscheinlich auch motiviert.
MISSSTAND – irgendwo zwischen Aufbruchsstimmung und Abgesang auf eine aus den Fugen geratene Welt.
Über 360 Konzerte in 9 Ländern, von kleinen linken DIY-Schuppen bis zur großen Festivalbühne – haben MISSSTAND aus Graz zu einem festen Bestandteil der deutschsprachigen Punkszene gemacht. Dabei teilten sie sich die Bühne unter anderem mit Dritte Wahl, ZSK, Terrorgruppe und Alarmsignal und waren zu Gast auf Festivals wie dem Back To Future, Punkrock Holiday, Rock am Berg oder dem Donauinselfest.
Nach den DIY-Veröffentlichungen ihrer ersten beiden Alben und dem 2017 bei Aggressive Punk Produktionen erschienenen dritten Longplayer „I Can’t Relax In Hinterland“ gelang 2021 mit „Bon Apathie“ der nächste konsequente Entwicklungsschritt der
Band. Bissige Gesellschaftskritik, melodische Riffs und einem Sound, der sich keine Kompromisse erlaubt.
Songs voller Melancholie, dystopischem Weltekel und der unbeugsamen Hoffnung, dass Veränderung möglich ist. MISSSTAND liefern Hymnen für eine verkorkste Generation, die zwischen Resignation und Rebellion ihren Platz sucht.
Über die Jahre hat die Band Spuren hinterlassen: Erwähnung in einem Song der Antilopen Gang („Ruhrpott Rodeo“) sowie in der
Doku-Reihe „Millennial Punk“ (SWR), neben Bands wie Die Toten Hosen, Donots oder Wizo. Irgendwie ganz schön okay für eine DIY Kapelle aus Österreich.
STAGE BOTTLES – 30 Years Always Antifascist !
Stage Bottles wurden 1993 gegründet. Die anfängliche Besetzung rekrutierte sich aus dem engen Freundeskreis der antifaschistischen Skinhead-Szene. Zu dieser Zeit entbrannte ein harter Kampf in der Öffentlichkeit zwischen der sich als „original“ bezeichnenden Skinhead-Szene gegen die Nazi-Skinhead-Szene, um die ursprüngliche, nicht neonazistisch ausgerichtete Skinhead-Bewegung zu retten bzw. wieder aufleben zu lassen. In diesen Dienst stellten sich die Stage Bottles gerne. Zunächst war es die aktive Unterstützung und Beteiligung an SHARP (Skinheads Against Racial Prejudice), dazu kamen dann auch noch politischere Veranstaltungen der Ende der 90er Jahre gegründeten Skinhead-Gruppe RASH (Red And Anarchist Skinheads).
Trotz diverser Besetzungswechsel prägt der Einsatz des Saxophons den melodiös- aggressiven Punkrock, der sich stark am Stil und an der musikalischen Flexibilität des klassischen englischen Streetpunks in all seinen Facetten orientiert.
Textlich liegt der Focus klar im Aufruf zum aktiven Antifaschismus und zu einer gesellschaftskritischen und antikapitalistischen Haltung. Eine ausgeprägte Affinität zum Fußball und zu subkulturellen Themen erfolgt auf oft auch für den Punkrock nicht konventionelle und sehr offene Art und Weise.
Die Stage Bottles spielten bereits viele hundert Konzerte – nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern Europas sowie Kanada, Weißrussland, Mexiko und Russland. Viele dieser Veranstaltungen und Konzerte positionieren sich klar gegen Homophopie, Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Faschismus, Kapitalismus usw., also gegen die Dinge, die die Stage Bottles in ihren Texten thematisieren.
ENDLICH SCHLECHTE MUSIK
Das nürnberger Triangelquartett zeichnet sich in erster Linie durch eine auffällig unattraktive Besetzung und miserable Bandbeschreibungen aus.
Musikalisch spielt die Truppe eine Mischung aus deutschsprachigem Punkrock und Rosettencore, da ja heutzutage jeder irgendwas mit „Core“ macht.


